Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GoB, Grundsätze, Gremien, Video

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Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung – GoB

Die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) legen die rechtlichen Rahmenbedingungen fest, wie eine Buchführung beschaffen sein muss, um als ordnungsgemäß angesehen zu werden.

Fachgremien

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GoB werden festgelegt von unterschiedlichen Fachgremien aus der Rechtsprechung, Wissenschaft und der Praxis. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen von Verbänden der Wirtschaft.

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Die wichtigsten Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung sind folgende: Die Buchführung muss klar und übersichtlich sein. Weiterhin ist es wichtig, dass sie ordnungsgemäß und vollständig ist. Eine Buchung ohne Beleg darf nicht durchgeführt werden und die Aufbewahrungsfristen müssen eingehalten werden. Darüber hinaus muss die Buchführung für Dritte nachvollziehbar sein.

Die wichtigsten GoB Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
Die wichtigsten GoB Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Klar und übersichtlich

Die Buchführung muss klar und übersichtlich sein, dass bedeutet, dass der Jahresabschluss übersichtlich gegliedert ist und sich an die Abschlussgliederungsvorschriften gehalten wird bzw. orientiert wird. Es dürfen keine Verrechnungen von Vermögen und Schulden vorgenommen werden. Das gleiche gilt für Aufwendungen und Erträge. Buchungen dürfen nicht unleserlich gemacht werden, sondern nur über Stornoverfahren korrigiert werden.

Ordnungsgemäß und vollständig

Die Geschäftsfälle müssen ordnungsgemäß und vollständig erfasst sein (fortlaufend, vollständig, richtig, periodengerecht und sachlich verbucht). Die Buchungen in einem Kassenbuch sind täglich zu erfassen.

Keine Buchungen ohne Beleg

Es dürfen keine Buchungen durchgeführt werden, welche ohne Beleg sind. Im Notfall müssen Ersatzbelege angefertigt werden, damit nicht gegen diesen Grundsatz verstoßen wird. Die Belege sind fortlaufend nummeriert und geordnet aufzubewahren.

Aufbewahrungsfristen

Die Aufbewahrungsfristen müssen eingehalten werden dies gilt insbesondere für alle Bücher der Buchführung, Inventar, Belege, Bilanz, GuV (10 Jahre) und damit verbundenen Handelsbriefen und Unterlagen, sofern Sie für die Besteuerung benötigt werden (6 Jahre).

Für Dritte nachvollziehbar

Somit gilt die Buchführung als ordnungsgemäß, wenn sie derart beschaffen ist, dass sie einem sachverständigen Dritten – dies kann zum Beispiel eine Steuerberatung, ein Betriebsprüfer von Finanzamt oder Rentenversicherung sein – in einer angemessenen Zeit einen Überblick über die Geschäftsfälle bzw. die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Dies besagt § 238 HGB und § 145 AO.

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