Bilanz, Form, Vorschriften, Aktiva und Passiva, Unterschied Inventar

BuchhaltungBuchhaltung lernen – Sie lernen hier mehr zur Bilanz sowie der Form und den Vorschriften. Weiterhin zum Thema Aktiva und Passiva bei der Bilanz.

Die Bilanz, deren Form und gesetzliche Vorschriften sowie der Unterschied zum Inventar

Bilanz, deren Form und gesetzliche Vorschriften sowie der Unterschied zum Inventar
Bilanz, deren Form und gesetzliche Vorschriften sowie der Unterschied zum Inventar

Die Bilanz muss von jedem Kaufmann verpflichtend erstellt werden zu folgenden Zeitpunkten:

  • Beginn seines Geschäfts, also bei Neugründung,
  • zum Ende jeden Geschäfts- beziehungsweiseWirtschaftsjahres oder
  • bei Veräußerung beziehungsweise Auflösung des Geschäfts.

Was ist der Unterschied zwischen Bilanz und Inventar?

Die Bilanz in der theoretischen Lehre unterscheidet sich hinsichtlich der Form sowie dem Inhalt gegenüber dem Inventar. Zum einen ist sie eine Darstellung in Kontenform, bei einer Buchhaltungssoftware sind die Bilanzen oft auch in Listenform dargestellt, zum zweiten ist das Vermögen und das Kapital in einer komprimierten Form dargestellt, während das Inventar eine sehr detaillierte Aufstellung ist.

Was bedeutet Aktiva und Passiva?

Aktiva und Passiva – Die erste Seite der Bilanz nennt man Aktiva oder Vermögensseite beziehungsweise linke Seite. Die zweite Seite Passiva auch Kapitalseite beziehungsweise rechte Seite genannt.

Unterschieden werden auch Bilanzen nach der Größe eines Unternehmens so gibt es Bilanzgliederungsvorschriften für Kapitalgesellschaften sowie Nicht-Kapitalgesellschaften, welche sich orientieren an den Vorschriften der Kapitalgesellschaften. Ein Beispiel für eine Bilanzgliederungsvorschrift.

Darüber hinaus gibt es weitere Vorschriften für die Bilanzierung in Deutschland, so müssen die Beträge in Euro ausgewiesen sein und sie muss zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt werden (oft der 31.12…).

Beispiele für Aktiva und Passiva

Auf der linken Seite (Aktiva) steht das Vermögen unterteilt in Anlagevermögen sowie Umlaufvermögen. Auf der rechten Seite (Passiva) der Bilanz ist das Kapital, welches das Vermögen finanziert, sprich das Eigenkapital sowie das Fremdkapital. Beiden Seiten müssen ausgeglichen sein (Vermögen = Kapital), dann spricht man von dem Bilanzgleichgewicht.

Die Bilanzveränderungen von Vermögen und Kapital

Die Bilanzveränderungen der Posten einer Bilanz können vier mögliche Formen annehmen, so gibt es den Aktiv-Tausch, die Aktiv-Passiv-Mehrung, den Passiv-Tausch sowie die Aktiv-Passiv-Minderung. Alle Formen der Bilanzveränderung finden Sie hier näher beschrieben:

So prüfen Sie einen Geschäftsfall!

Ein Geschäftsfall kann nach folgendem Verfahren geprüft werden:

  • Welche Bilanzpositionen werden angesprochen?
  • Sind die Bilanzpositionen aktiv beziehungsweise passiv?
  • Werden die Bilanzpositionen wertmäßig mehr beziehungsweise weniger?
  • Wie verändert sich die Bilanzsumme?
  • Welche Bilanzveränderung liegt vor?

Wenn Sie diese Fragen beantworten können, ist es ganz leicht die richtige Bilanzveränderung zu erkennen und anzuwenden. Am Anfang der Buchhaltung sollte konsequent und bewusst mit diesem Muster gearbeitet werden. Später und mit mehr Übung erkennt man die Bilanzveränderung aus dem Sachverhalt sofort.

Ein Beispiel für die Prüfung eines Geschäftsfalls

Beispiel: Wir kaufen Rohstoffe auf Ziel für 10.000,00 €.

  • Welche Bilanzpositionen werden angesprochen? (Rohstoffe), (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)
  • Sind die Bilanzpositionen aktiv oder passiv? (Aktiva), (Passiva)
  • Werden die Bilanzpositionen wertmäßig mehr oder weniger? (Rohstoffe +), (Verbindlichkeiten +)
  • Wie verändert sich die Bilanzsumme? (ja, mehr)
  • Welche Bilanzveränderung liegt vor? (Aktiv-Passiv-Mehrung)

Weiterführende Informationen

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